Skip to main content

Rente ist auch ein kommunales Thema. Vier Mythen über Altersarmut – und warum sie nicht stimmen

Altersarmut ist kein Randphänomen. In Bayern sind Frauen überdurchschnittlich häufig davon betroffen.

Dennoch halten sich Mythen hartnäckig – etwa, dass nur wenige Menschen betroffen seien oder dass langjährige Erwerbsarbeit automatisch vor Armut im Alter schütze. Diese Annahmen verdecken die Realität.

Niedrige Löhne, Teilzeitarbeit, Minijobs sowie unterbrochene Erwerbsbiografien führen dazu, dass selbst viele Versicherungsjahre nicht ausreichen, um eine existenzsichernde Rente zu erzielen. Besonders gefährdet sind Alleinerziehende, Beschäftigte in Pflege- und Sorgeberufen sowie Minijobberinnen. Frauen erhalten trotz jahrzehntelanger Erwerbsarbeit im Durchschnitt deutlich niedrigere Renten als Männer.

Altersarmut ist damit auch eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit – und sie entsteht nicht erst mit dem Eintritt in den Ruhestand, sondern über den gesamten Lebensverlauf hinweg.

Mit Blick auf die Kommunalwahlen in Bayern wird deutlich: Fragen der Rente und sozialen Absicherung haben auch eine kommunale Dimension. Kommunen können durch ihre Sozial-, Wohnungs- und Gleichstellungs­politik dazu beitragen, Altersarmut vorzubeugen und Betroffene zu unterstützen. Es ist daher notwendig, veraltete Mythen zu hinterfragen und politische Verantwortung zu übernehmen, um Altersarmut wirksam zu bekämpfen.

Das Bündnis „Gegen Altersarmut in Bayern, insbesondere von Frauen“, dem auch die Evangelische Frauen in Bayern (EFB) angehören, startet anlässlich der bayerischen Kommunalwahl am 8. März 2026 die Kampagne „Rente ist auch ein kommunales Thema“. Als Mitglied in der EFB unterstützt der Deutsche evangelische Frauenbund, Landesverband Bayern diese Initiative und begrüßt die Aufklärung und politische Sensibilisierung.

Menü