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Im Coburger Land Auf den Spuren von Luther, Rückert und Queen Victoria

Ortsverband: Rothenburg |

Auf Spurensuche von Martin Luther, Friedrich Rückert und Queen Victoria begaben sich die Teilnehmerinnen der Studienfahrt des Deutschen Evangelischen Frauenbundes ins Coburger Land.

 

Führungen im Schloss Rosenau in Rödental, ein Besuch der Werksverkaufsstellen bei Goebel Porzellan und der Hummelmanufaktur standen am Vormittag auf dem Programm. Der Nachmittag war ausgefüllt mit einer Stadtführung durch Coburgs Altstadt mit der Stadtkirche St. Moriz, dem Schloss Ehrenburg, dem Rathaus und weiteren Sehenswürdigkeiten.

Schloss Rosenau liegt nordöstlich von Coburg inmitten eines Landschaftsgartens mit klassischen englischen, wie auch romantischen Elementen. Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg-Saalfeld ließ den im Kern mittelalterlichen Bau im neugotischen Stil zum Sommersitz umgestalten. Die Wohn- und Gesellschaftsräume sind durch stark farbige Wandmalereien im neugotischen Stil sowie durch die im Original erhaltenen, schwarz gebeizten und polierten Wiener Biedermeiermöbel geprägt. Der Marmorsaal, in dem früher rauschende Kostümbälle stattfanden, wird heute als Konzertsaal genutzt. Das Schloss wurde Lieblingsort des Prinzgemahls Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (zweitältester Sohn von Herzog Ernst I.) und dessen Gemahlin, der Queen Großbritanniens und Irlands, Victoria. In ihren Erinnerungen schwärmte die Monarchin: "Wäre ich nicht, was ich bin, hätte ich hier mein wirkliches Zuhause."

Coburg liegt geographisch im Herzen des deutschen Kulturlandes und in der Mitte Europas. Über Coburg erhebt sich die Veste Coburg, auch "Fränkische Krone" genannt, mit ihren gewaltigen Mauern und Türmen, in der Martin Luther im Jahre 1530 sechs Monate lebte.

Der aus Oberägypten stammende heilige Mauritius taucht fast überall in der Vestestadt auf - in Wappen, an Häusern oder auf Kanaldeckeln, der legendäre Coburger Mohr als Schutzpatron der Stadt und Namensgeber der Hauptkirche St. Moriz. Die Stadtkirche St. Moriz, ein spätgotischer Hallenbau, wurde Mitte des 18. Jahrhunderts im Innern barockisiert. Im Chor befindet sich ein 13 Meter hohes Alabaster-Epitaph. Martin Luther predigte hier 1530. Die Kirche gilt bis heute als bedeutende Luther-Gedenkstätte.

Schloss Ehrenburg mit seiner neugotischen Fassade gewährt einen Blick in die prunkvollen Wohn- und Schlafräume des Adels, unter anderem auch in die Gemächer Queen Victorias. Im Riesensaal traf Queen Victoria zum ersten Mal den österreichischen Kaiser Franz Joseph. Der Walzerkönig Johann Strauß ehelichte in der Schlosskapelle seine dritte Frau Adele.

Friedrich Rückert, Dichter, Orientalist und Zeitkritiker, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährt, lebte bis zu seinem Tode 1866 in einem Gutshof in Neuses bei Coburg. Er zählt zu den bedeutendsten Dichtern deutscher Sprache fränkischer Herkunft.

Am Nachmittag blieb noch Zeit zur Verfügung, um die Stadt weiter zu erkunden. Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck wurde die Heimfahrt angetreten.

Fotos: privat

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