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Europa im Namen: Fernsehsender arte wird 30

DEF |

Sie haben es sicher mitbekommen. Der Deutsch-Französische Fernsehsender arte ist 30 Jahre alt geworden.

Dass dieser Sender die ersten Jahre überstehen und ein Erfolg werden würde, haben nicht alle geglaubt. Nach langer Vorbereitungszeit - die erste Arbeitsgruppe begann 1988 mit dem Aufbau eines Deutsch-Französischen Kulturkanals, die Verträge wurden am 30. April 1990 unterschrieben - wurde am 30. Mai 1992 um 20.00 Uhr die erste Sendung ausgestrahlt.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, woher der Name arte stammt? Man denkt vielleicht an etwas Lateinisches: ars, artis - die Kunst, weil der Sender Kunst und Kultur verbreiten soll. Die wirkliche Herkunft des Namens ist sehr banal: Der Sender heißt mit ausgeschriebenem Namen: Association Relative à la Télévision Européenne. Der Sender hat den Europäischen Gedanken also schon im Namen, nicht nur Deutschland/Frankreich. Auch seine Web-Adresse www.arte.tv hat eine interessante Geschichte. TV steht aber nicht für Télévison, sondern ist das Internet-Kürzel für den Pazifik Staat Tuvalu, der sein Kürzel unter anderem an arte verkauft hat, um damit Schulen, Krankenhäuser und seine Aufnahmegebühr für die UNO zu bezahlen.

Der Sitz von arte ist in Straßburg. Die Präsidentschaft wechselt zwischen Frankreich und Deutschland und die Ausstrahlung der Sendungen erfolgt zweisprachig. Allerdings werden inzwischen in weiteren Sprachen Untertitel eingeblendet: in Englisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch und in Ukrainisch. Weitere Kooperationen mit Nord- und Osteuropa sollen folgen. Verhandlungen mit Litauen sind wohl am meisten fortgeschritten. So wird arte wirklich zu einem europäischen Sender, der schon jetzt 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in ihrer Muttersprache erreicht. Deutschland und Frankreich stellen jeweils 40 Prozent der Beiträge, aus den anderen Ländern kommen 20 Prozent.

Arte steht auch für die europäische Pressefreiheit. Es wird weder vom französischen Staat noch von der deutschen Regierung beeinflusst. Der Staatsvertrag sichert die Unabhängigkeit zu. 

Berühmt ist Arte unter Kennern für seine ausgezeichneten Dokumentationen, die wirklich in die Tiefe gehen und nicht nur an der Oberfläche kratzen, wie z.B. die aktuelle Dokumentation über Europa - ein Kontinent im Umbruch. Hier werden Initiativen aus den verschiedenen Ländern zur Frage des Klimawandels, der Migration und anderem vorgestellt, wo wir sehen können, dass die Menschen in den einzelnen Ländern viel fortschrittlicher denken als ihre Regierungen. In vielen Sendungen wird im positiven Sinne quergedacht, um die Ecke geguckt und manche Eigenheiten der eigenen und der anderen Nationen mit Erstaunen und Humor betrachtet.

Es lohnt sich immer mal wieder diesen Sender einzuschalten. Übrigens: die Einschaltquoten in Frankreich sind mindestens doppelt so hoch wie bei uns.

Allerdings punktet arte mit seiner Mediathek (siehe Bild). Hier wird arte sehr intensiv wahrgenommen.

Arte ist der Sender, der sich um das europäische Kino und seine Klassiker kümmert und diese sind in der Mediathek abrufbar. Aber auch die Dokumentationen stehen lange zum Ansehen in der Mediathek. Große europäische Konzerte und Opernaufführungen haben ihren Platz in diesem Sender. Diskussionen über europäische Werte, wie die Redefreiheit und die Bewegungsfreiheit werden aus den unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet.

Der Umgang mit der Pandemie, in Frankreich spricht man von „Covid“ bei uns von „Corona“, aber die Maßnahmen waren manchmal strikter, an anderen Stellen lässiger. Wobei in Frankreich die Regeln strenger waren. In Deutschland haben wir jede Maßnahme der Regierung viel stärker hinterfragt, auch die Impfung, obwohl der Nutzen, auch des Maskentragens, sich gezeigt hat.     

Arte bringt Wissenschaft, Kunst und Kultur europaweit zusammen. Der Sender will ein Fenster zur Welt sein, zu der globalen Welt, in der wir leben, die wir verstehen wollen. Unsere Kinder leben bereits vielfach so global. Sie studieren in München, machen ihren Master in Maastricht und arbeiten in Marseille. Die Familien werden internationaler. Da ist es gut und wichtig, wenn wir mit europäischen Sendern voneinander lernen und mehr über die anderen europäischen Länder aus ihrer Sicht erfahren.

Herzlichen Glückwunsch „arte“.

Ich wünsche Ihnen viele interessante Entdeckungen mit diesem Sender.   

Ihre
Inge Gehlert
Verwaltungsratsvorsitzende

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