Skip to main content

Equal Pay Day 2026: Engagierte setzen starkes Zeichen für Lohngerechtigkeit auf dem Münchner Marienplatz

Der Deutsche Evangelische Frauenbund (DEF), Ortsverband München, hat gemeinsam mit mehr als 30 Organisationen und Verbänden am 26. Februar 2026 ein kraftvolles Signal für gleiche Bezahlung gesetzt. Auf dem Münchner Marienplatz machten zahlreiche Engagierte sichtbar, dass die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern weiterhin Realität ist – und dass sich daran dringend etwas ändern muss.

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen im Vergleich zu Männern unbezahlt arbeiten würden. Auch 2025 lag der geschlechterspezifische Entgeltunterschied laut Statistischem Bundesamt bei 16 Prozent, in Bayern sogar bei rund 19 Prozent. Der bereinigte Gender Pay Gap betrug bundesweit 6 Prozent, in Bayern 7 Prozent. Dieser Wert zeigt jenen Teil der Lohnlücke, der nicht durch Faktoren wie Berufswahl, Branche oder Arbeitszeit erklärbar ist – und damit besonders aufmerksamkeitsbedürftig bleibt. Strukturelle Ursachen wie Teilzeit, Erwerbsunterbrechungen oder regionale Arbeitsmarktbedingungen tragen weiterhin erheblich zu den Ungleichheiten bei.

Auf einem roten Teppich präsentierten Aktivistinnen Forderungen für gerechte Lebensläufe von Frauen – von der Schulzeit über das Erwerbsleben bis hin zur Rente. Die Schirmherrschaft übernahm erneut Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter. In ihren Redebeiträgen betonten Simone Burger (ver.di), Nicole Lassal (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt München) und Oberbürgermeister Dieter Reiter, wie zentral echte Chancengleichheit für eine gerechte Gesellschaft ist.

Im Anschluss ließen die Teilnehmerinnen 400 rote Luftballons platzen – ein eindrucksvolles Bild für den 16-prozentigen Pay Gap. Die Trommler der Gruppe Druma Dama unterstützten die Aktion lautstark und machten deutlich: Die Forderung nach Lohngerechtigkeit duldet keinen Aufschub.

Der DEF München setzt sich seit vielen Jahren im Aktionsbündnis für faire Bezahlung und gleichberechtigte Teilhabe ein. Auch 2026 zeigt sich: Der Einsatz bleibt notwendig – und er findet breite Unterstützung.

Im Bild: Der DEF setzt sich sichtbar für Lohngerechtigkeit ein - ganz rechts Maren Puls, stellvertretende Vorsitzende Ortsverband München
Menü