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Jüdische Stätten in Georgensgmünd

DEF |

Führung mit Irene Heckel

Passend zum diesjährigen Jahresthema des Deutschen Evangelischen Frauenbundes, Landesverband Bayern e.V. (DEF) fand in Georgensgmünd eine Führung "auf jüdischen Spuren" statt. Irene Heckel schilderte beim Gang vom Bahnhof über die Synagoge bis zum jüdischen Friedhof mit Taharahaus das lebendige Leben jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger - bis 1938 die letzten jüdischen Menschen Georgensgmünd nur mit einem Koffer, der nicht schwerer als 50 kg sein durfte, Georgensgmünd verlassen mussten.

Dabei kann Georgensgmünd auf eine vielfältige jüdische Geschichte blicken. Noch vor dem 30jährigen Krieg, also vor 1618, ist eine jüdische Schule erwähnt - und eine jüdische Schule bedeutet auch eine Synagoge. Die jetzt vorhandene Synagoge stammt aus dem Jahr 1734, hat zwei Mikwen - und vor kurzem ist ein Thoravorhang aus Luxemburg zurückgekehrt, den ein jüdischer Mitbürger anlässlich der Geburt seines Sohnes um 1860 gestiftet hatte.

1860 wurde in Georgensgmünd auch der Bahnhof gebaut. Auf der Straße vom Bahnhof Richtung Synagoge erzählte Irene Heckel, dass viele der Häuser nach dem Bau des Bahnhofes in Georgensgmünd von jüdischen Mitbewohnern errichtet wurden. Diese Häuser sind heute noch da und in sehr gutem Zustand. Die Sandsteine stammen aus dem Steinbruch bei Wernsbach. Von dort aus, über Georgensgmünd-Bahnhof, wurden nach dem zweiten Weltkrieg Sandsteine zum Wiederaufbau nach Nürnberg verbracht.

Die Führung endete am jüdischen Friedhof mit einem Taharahaus, in dem früher die Toten gewaschen wurden. Die letzte Grablege fand auf dem Friedhof 1948 für einen Schwabacher jüdischen Glaubens statt.

Zwischen den vielen Informationen zum jüdischen Leben in Georgensgmünd und jüdischen Sitten und Gebräuchen allgemein, gab es jede Menge von Kunstwerken zu sehen, die in Georgensgmünd sehr zahlreich den Ort schmücken. Ein sehr gelungener Nachmittag, der bei gutem Essen und lebhaften Gesprächen einen harmonischen Abschluss fand. 

Hannelore Täufer

Die Studienfahrt ist auch ein Beitrag zum Jahresthema des DEF 2021 "1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland und in Bayern"

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© H.Täufer

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