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Ein Blick auf ein Meisterwerk: Vortrag zum Heilig‑Blut‑Altar in St. Jakob

Am Dienstag, 9. März 2026, lud der Deutsche Evangelische Frauenbund, Ortsverband Ansbach, zu einem besonderen Vortragsnachmittag in den Behringershof ein. Zu Gast war Dr. Oliver Gussmann, Pfarrer aus Rothenburg, der die Anwesenden mit auf eine faszinierende kunst- und kirchengeschichtliche Reise nahm: zum berühmten Heilig‑Blut‑Altar in der St.-Jakobs-Kirche in Rothenburg ob der Tauber.

Der Heilig‑Blut‑Altar zählt zu den bedeutendsten Werken der spätgotischen Bildhauerei in Deutschland. Geschaffen wurde er zwischen 1500 und 1505 vom fränkischen Bildschnitzer Tilman Riemenschneider, einem der herausragenden Künstler seiner Zeit.

Im Westchor der Kirche beherbergt der Altar eine besondere Reliquie: In einem Reliquienkreuz aus Bergkristall soll sich – der Überlieferung nach – ein Tropfen des Blutes Christi befinden, der beim letzten Abendmahl aus dem Kelch gefallen sei.

Dr. Gussmann erläuterte eindrucksvoll die kunstvolle Gestaltung des Altars. Die fein geschnitzten Lindenholzfiguren zeigen zentrale Szenen aus dem Leben Jesu:

  • den Einzug in Jerusalem
  • das letzte Abendmahl
  • das Gebet am Ölberg

Mit großer Sachkenntnis und spürbarer Begeisterung machte der Referent die spirituelle und künstlerische Bedeutung des Altars lebendig.

Bei den anwesenden Mitgliedern und Gästen stieß der Vortrag auf großes Interesse. Viele Teilnehmende äußerten den Wunsch, den Altar nun selbst vor Ort zu erleben – ein Ausflug nach Rothenburg lohnt sich in jedem Fall. Führungen können nach Absprache organisiert werden. Bei Kaffee, Gebäck und angeregten Gesprächen klang der Nachmittag aus.

Angelika Kolb

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