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„Danke, dass ihr die Situation verändert habt“ Klinikclownin Franziska Lutz berichtet aus ihrem Alltag

Am 10. September startete der Deutsche Evangelische Frauenbund – Ortsverband Altdorf in sein Herbstprogramm. Dazu wurde ein Klinikclownin eingeladen. Neugierig abwartend saßen die zahlreichen Gäste da. Was würde auf sie zukommen? 

Franziska Lutz stellte temperamentvoll und sehr empathisch ihre Arbeit am Uniklinikum Münster vor. Nach ihrem Studium an der Schauspielschule und dem Institut für Theaterpädagogik nahm sie an einer intensiven Ausbildung zum Klinikclown teil.

 Dank großzügiger Spenden können zehn Clowns am Klinikum Münster angestellt werden und besuchen regelmäßig zu zweit – meist schwerkranke – kleine und große Patienten. Oft werden dabei auch Eltern, Ehepartner oder Geschwister angesprochen, manchmal mit einbezogen. 

Im Gegensatz zu Bühnenclowns, die Nummern vorführen, sind Klinikclowns Kontaktclowns. Aus der Situation heraus erfassen sie die Stimmung im Raum, improvisieren kleine Geschichten, tragen ein Lied vor oder kaspern miteinander herum. Oft wird geweint, oft gelacht und immer wieder entsteht Leichtigkeit da, wo vorher Trübnis und Schwermut das Krankenzimmer beherrschte. Im Moment sein, echt und pur, das heilt keinen Krebs, kann aber die gesunden Anteile im Menschen stärken und somit einen positiven Effekt auf die Heilung haben.

Als ein junger Ehemann und Vater am Krankenbett seiner vom Schlaganfall gezeichneten jungen Frau saß und die beiden kleinen Kinder hilflos dabeisaßen, schien kein Raum für ein Lächeln zu sein. Leise und vorsichtig alberten die Clowns miteinander herum. Für eine Weile wandelte sich die Schwere in eine geballte Kraft der tiefsinnigen Leichtigkeit. „Danke, dass ihr die Situation verändert habt“, rief der Vater beim Verabschieden den Clowns nach.

 Und so endete der Vortrag mit dem überzeugenden Satz der Referentin: “Immer, wenn ich das Klinikum verlasse, bin ich so dankbar, dass ich diese Arbeit tun darf.“ 

Mit den roten Clownsnasen im Gesicht zeigte sich zum Abschluss die Zuhörerschaft als lächelndes, beglücktes Publikum. 

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