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Bericht über die AEH-Mitgliederversammlung 2026 im Literaturhaus Nürnberg

Ende März dieses Jahres trafen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Haushaltsführungskräfte, Förderkreis Bayern (AEH) zur diesjährigen Mitgliederversammlung im Literaturhaus Nürnberg. Nach einer herzlichen Begrüßung eröffnete die Vorsitzende Hannelore Täufer die Versammlung mit einer kurzen Andacht. Anschließend führte sie in die Tagesordnung ein, die von verschiedenen Jahresberichten geprägt war. Gleich zu Beginn erläuterte sie die Hintergründe der ausgefallenen Mitgliederversammlung im Oktober 2025 und wies darauf hin, dass die aktuelle Versammlung die einzige im Jahr 2026 sein wird.

In ihrem Jahresbericht blickte Hannelore Täufer auf sechs digitale Vorstandssitzungen zurück, die im vergangenen Jahr per Zoom stattfanden. Insgesamt 18 Veranstaltungen – sowohl digital als auch in Präsenz – wurden angeboten, viele davon in Schwabach und mit thematischen Schwerpunkten rund um Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz. Die Präsenzangebote sollten zugleich Impulse für den ruhenden DEF-Ortsverband Schwabach setzen. Zwar gebe es regelmäßig interessierte Besucherinnen, doch bislang habe sich keine Frau gefunden, die dauerhaft Verantwortung übernehmen möchte. Dennoch blickt Schwabach auf ein besonderes Ereignis voraus: Am 22. November 2026 wird das 100-jährige Jubiläum des Ortsverbandes mit Gottesdienst, Empfang und Festakt gefeiert. Dekan Klemm hat die liturgische Gestaltung zugesagt, und Katharina Geiger wird den Festvortrag „Warum ist Frauenverbandsarbeit wichtig?“ halten.

Ein erfreuliches Highlight des vergangenen Jahres war das AEH-Pappenheim-Seminar unter dem Titel „In Bewegung bleiben: körperlich.geistig.sozial“, das auf große Resonanz stieß. Ein ausführlicher Bericht dazu erschien im Herbst im def-aktuell. Für 2026 ist das nächste Seminar am 12. und 13. Juni geplant und widmet sich dem Thema „Wenn jemand eine Reise plant“.

Im Anschluss beschrieb die Vorsitzende die vielfältigen Strukturen, in denen sich die AEH engagiert. Ein zentraler Bezugspunkt ist die Dachorganisation Evangelische Frauen in Bayern (EFB). Über sie und weitere Gremien nehmen zahlreiche AEH-Frauen Delegationsaufgaben wahr – darunter Katharina Geiger, Dr. Johanna Beyer, Inge Gehlert, Gertraud Gräßel, Hannelore Täufer, Doris Wunder-Galliwoda und Angelika Wollgarten. Zum Abschluss ihres Berichts dankte Täufer dem Vorstand und der Münchner Geschäftsstelle für die engagierte Zusammenarbeit und überreichte ein kleines Präsent.

Es folgte der Bericht aus der hauswirtschaftlichen Verbandsarbeit durch Gertraud Gräßel. Sie betonte erneut die Bedeutung des „Nicht-Trennens“ von Hauswirtschaft und Pflege – ein Anliegen, das bereits mehrfach im def-aktuell thematisiert wurde, aber bei politischen und administrativen Stellen weiterhin viel Überzeugungsarbeit benötigt. Dranbleiben sei hier unverzichtbar.

Angelika Wollgarten berichtete aus der Verbraucherpolitik. Sie vertritt die AEH sowohl im Verwaltungsrat der Verbraucherzentrale Bayern als auch im Vorstand des Bayerischen Landesausschusses für Hauswirtschaft (BayLaH). Vier Verwaltungsratssitzungen standen im vergangenen Jahr an. Besonders eindrücklich war der Weltverbrauchertag am 12. April 2026, der sich dem Online-Handel widmete. Die schiere Menge an täglich bestellten Paketen – 440 Millionen allein in Deutschland – löste bei vielen Zuhörerinnen Erstaunen aus. Wollgarten verwies auf die damit verbundenen Herausforderungen: Datenverarbeitung, Energieverbrauch, Wasserbedarf für Kühlung, Umweltfolgen und verbraucherrechtliche Fragen. Themen, die der AEH-Vorstand künftig verstärkt aufgreifen möchte.

Für den Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit, vertreten durch Doris Wunder-Galliwoda, die entschuldigt war, sprach die Vorsitzende ihren Dank für die kontinuierliche Mitarbeit aus.

Ein fester Bestandteil der AEH-Arbeit ist die Teilnahme am Johannitag in Triesdorf, organisiert von Marianne Gast-Gehring. Die Aktion 2025 – das Reinigen weißer Sneaker – erwies sich als voller Erfolg. Gut vorbereitet und mit anschaulichem Material ausgestattet, stießen die AEH-Frauen auf großes Interesse. Auch 2026 wird die AEH wieder vertreten sein, unterstützt von Ursula Moshandl und Gertraud Gräßel.

Für den DEF-Landesverband berichtete die geschäftsführende Vorständin Katharina Geiger in Vertretung der entschuldigten Verwaltungsratsvorsitzenden Dr. Johanna Beyer. Sie skizzierte die Herausforderungen, vor denen der Verband angesichts kirchlicher Sparmaßnahmen und gesellschaftlicher Veränderungen steht. Gleichzeitig hob sie positive Entwicklungen hervor: Im DEF-Appartementhaus am Kufsteiner Platz bietet Hausmutter Frau Fernando regelmäßig hauswirtschaftliche Aktionen an, die gut angenommen werden. Zudem werden die Bewohnerinnen jünger – und zunehmend für eine Mitgliedschaft im DEF gewonnen. Auch das Bildungswerk des DEF, das im Vorjahr noch unsicher aufgestellt war, zeigt wieder stabile und erfreuliche Aktivitäten.

Nach einer kurzen Zusammenfassung der Planungen für 2026 endete die Mitgliederversammlung um 12.30 Uhr und ging in ein gemeinsames Mittagessen über, währenddessen es Raum für Gespräche gab.

Neue Seiten der Bibel entdecken! Führung durch das BIBEL MUSEUM BAYERN

Am Nachmittag spazierten die Teilnehmerinnen zum Lorenzer Platz, wo im Bibelmuseum eine „Highlight-Führung“ stattfand. Die Führung bot einen kompakten Einblick in zentrale Fragen: Wie entstand die Bibel? Wie fand sie ihren Weg in die Haushalte? Welche Verbindungen bestehen zu Tora und Koran? Die Besucherinnen zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Aspekte. 

Gegen 16 Uhr verabschiedeten sich die Teilnehmerinnen – erfüllt von einem informativen, anregenden und rundum gelungenen Tag.

Hannelore Täufer

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