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Abendwanderung zur Kalvarienbergkirche

Erste Schritte der Öffnung im Frauenbund Vohenstrauß

Sehr vieles ist wegen Corona ausgefallen, Veranstaltungen konnten nicht stattfinden. Nun ging der Frauenbund Vohenstrauß erste Schritte zu einer Öffnung mit einer geführten Wanderung zur Kalvarienbergkirche mit Dr. Volker Wappmann:

Die Sage behauptet, ein böhmischer Graf hätte in der Nähe einen Unfall mit seiner Kutsche erlitten. Aus Dankbarkeit über die Rettung aus seiner misslichen Lage hätte er Gelder für den Bau der Kirche gespendet. Allerdings wusste der Referent des Abends Dr. Volker Wappmann darüber in den Geschichtsbüchern nichts zu finden. "Wahrscheinlicher ist es, dass "fromme Herzen" aus der Gemeinde, nachdem sie 1713 die Pest überstanden hatten, den ersten Bau veranlasst haben." 1716 das erste Mal in den Kirchenbüchern erwähnt, wurde die Kapelle später erweitert. Sie war bis ins 20. Jahrhundert hinein Ziel zahlreicher Wallfahrten zur "Schmerzhaften Mutter Maria". 

Mitglieder und Freunde des Evangelischen Frauenbundes Vohenstrauß hatten sich bei hochsommerlichen Tempraturen aufgemacht, um das kleine Schmuckstück zu besichtigen. Sehr interessant waren im Inneren des Raumes die beiden Seitenaltäre, die ursprünglich in der Evangelischen Stadtkirche hingen und bei der Auflösung des Simultaneums ihren Platz in der Kirche am Kalvarienberg fanden. In der Blütezeit der Kalvarienbergkirche wurde das kirchliche Leben durch die Kapuzinermönche mit Sitz in Vohenstrauß seelsorgerlich begleitet. Die Grablegung der Mönche erfolgte unterhalb des Kirchenraumes. Die Grabtafeln zweier Kapuzinermönche fanden ihren Platz an der Außenseite der Kirche, deren Besuch den Abschluss der ersten Wanderung nach der Coronazeit bildete, mit Abstand und Maske nach den AHA-Regeln.

Bilder: Nina Meta-Jander, Christa Lehner

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