Zwischen Ausgrabung und Nachbildung: Süditalien trifft Aschaffenburg
Der Ortsverband Aschaffenburg lud seine Mitglieder und Gäste am 13. November zu einem Vortragsnachmittag ein, in dessen Mittelpunkt ein archäologischer Reisebericht von Inge Gehlert stand.
Gleich zu Beginn entführte die Referentin die Zuhörenden mit dem Bild eines Tempels aus Paestum aus der tristen Novemberstimmung in die Sonne Süditaliens. Im Anschluss konnten die Teilnehmenden die neuesten Ausgrabungsfortschritte in den antiken Stätten verfolgen, denn im Herbst 2024 besichtigte Inge Gehlert Paestum, Pompeji und Herculaneum und brachte eindrucksvolle Bilder für ihren Vortrag mit. Unter anderem berichtete sie, dass besonders Pompeji weiterhin für Aufsehen sorgt: Immer wieder werden hier neue Funde gemacht, die das Alltagsleben der Menschen zur Zeit des Vesuvausbruchs eindrucksvoll beleuchten.
Ein lokaler Bezug ergab sich durch das Pompejanum in Aschaffenburg, eine Nachbildung einer römischen Villa aus Pompeji. Angeregt durch die lebendigen Schilderungen beschloss der Kreis spontan, im kommenden Frühjahr erneut eine Führung durch das Pompejanum zu organisieren.
Der Nachmittag verband damit nicht nur die Faszination antiker Kulturstätten mit aktuellen archäologischen Erkenntnissen, sondern schlug zugleich eine Brücke zur eigenen Stadtgeschichte.
Inge Gehlert

