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Wenn jemand eine Reise plant …. Bericht vom diesjährigen Seminar der AEH in Pappenheim

Auf nach Pappenheim hieß es für 14 Frauen am Freitag, den 12. Juni 2026. Wie bereits in den letzten Jahren trafen sich die Teilnehmerinnen als Einstieg in das zweitägige Seminar zum Mittagessen im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Pappenheim (EBZ). „Ich habe mich so auf Pappenheim gefreut“ war beim gemeinsamen Essen mehrmals zu hören. Nach dem Zimmerbezug trafen sich alle um 14.00 Uhr im Großen Saal mit dem wunderbaren Blick auf die Burg Pappenheim.

Hannelore Täufer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Haushaltsführungskräfte in Bayern, begrüßte die Runde mit Gedanken zum Satz „Die Zeit …. ist reif“: Nicht aufschieben oder auf den perfekten Moment warten, gemeinsam lachen, träumen, genießen, feiern – jetzt – warum warten? Das war der Grundgedanke. Anschließend aktivierten Frieda Stoll und Luise Enzenhöfer die Gruppe zur Bewegung. Sie hatten sich für die beiden Tage mehrere Tänze im Sitzen und im Stehen aus unterschiedlichen Ländern überlegt. Gedanklich reiste die Gruppe bei Bewegung zuerst in den Süden Europas.

Nach einer Vorstellungsrunde stellte Hannelore Täufer unter dem Motto „Reisen ins EU-Ausland: Ihre Rechte kennen und durchsetzen!“ die Europäische Verbraucherzentrale (EVZ) in Kehl am Rhein vor.

Gemeinsam klickten die Teilnehmerinnen die verschiedenen Sparten auf deren Website www.evz.de durch. Diese sind: Reisen & Tourismus/ Verkehr/Einkaufen & Digitales/ Finanzen & Versicherungen und Gesundheit. Hinter jedem Begriff öffnen sich viele weitere Informationsmöglichkeiten, sei es als Text, Video und Podcast. 

Wie vielfältig die möglichen Probleme sind, zeigten die Informationen der EVZ auf. Beispiele sind: Was ist eine Pauschalreise, welche Merkmale hat sie?  Welche Rechte habe ich, wenn die Unterkunft nicht den Angaben entspricht? Wie erledige ich einen Schadensfall bei einem Mietwagen? Was muss ich tun, wenn mein Koffer nicht am Urlaubsort oder beim Rückflug auftaucht? Mein Zug hat Verspätung und nun erreiche ich den Anschlussflug/die Anschlussfähre nicht? Ich habe mich verletzt und muss ins Krankenhaus – was gilt es zu beachten? 

Hilfreich ist die Information, dass die EVZ per Mail rund um die Uhr erreichbar ist. Es können die Fragen formuliert und an die EVZ geschickt werden – und die Betroffenen erhalten Antwort – und das kostenlos! Hannelore Täufer legte allen Teilnehmerinnen die Homepage der EVZ ans Herz: „Informieren Sie sich vorab, blättern Sie die Informationen längere Zeit vor der Reise durch,“ riet sie den Anwesenden. „Wenn ich weiß, wo ich im Fall des Falles Informationen bekomme, kann ich viele kritische Situationen gelassener angehen. Sehr oft muss sofort gehandelt werden. Das geschieht leichter, wenn ich weiß, das Recht ist auf meiner Seite!“

Nach einer Kaffeepause und einer kurzen Bewegungseinheit stellte Ursula Moshandl ihre Überlegungen zu „Nachhaltiges Reisen - geht das?“ vor. Aufgelockert mit Sprüchen und Zitaten von reiselustigen Menschen wie Goethe, begann sie mit der Aussage: „Reisen zu Fuß ist die nachhaltigste Weise zu Reisen“ und erinnerte daran, dass „Menschen sich schon immer – auch aus Neugier, wie es woanders aussieht – auf den Weg gemacht haben.“ Sehr anschaulich zeigte sie verschiedene Aspekte auf, warum wir nachhaltig reisen sollte: den CO₂-Ausstoß, die Verantwortung für unsere eine Erde und die Notwendigkeit, „enkeltauglich“ zu handeln. Sie verglich unterschiedliche Fortbewegungsmittel und machte deutlich, welche Alternativen umweltfreundlicher sind als etwa allein mit dem Auto zu verreisen. Ihre Gedankenanstöße waren vielfältig und regten zum Weiterdenken an.

In der Abendrunde stellten alle Seminarteilnehmerinnen ein persönliches Reiseerlebnis vor – manche aus ihrer Kindheit, andere eine besonders eindrückliche Reise. So entstanden viele bunte Reiseeindrücke.

Ausgeruht und mit einem guten Frühstück gestärkt ging es mit guter Laune in den zweiten Seminartag. Bevor die Diakonin Sandra Höchsmann vom EBZ Pappenheim mit einer stimmungsvollen Andacht und der Begleitung von Gott auf die Reise schickte, brachten Frieda Stoll und ihre Schwester Luise die Teilnehmerinnen mit passend ausgewählten Tänzen in Schwung.

Gut eingestimmt lauschten die Teilnehmerinnen den inspirierenden Gedanken der Diakonin, die den Psalm 121 in den Mittelpunkt stellte und durch Gebete und Lieder auf die weitere Reise durchs Leben und neue Ziele vorbereitete.

Einen großen Teil des Vormittags zum Thema „Wenn jemand eine Reise plant“ nahmen die Punkte ein, auf welche Weise (Auto, Bahn, Flug, Bus, Schiff) die Reise durchgeführt wird, welche Rolle das Alter dabei spielt und ob Internet oder Smartphone echte Helfer sein können. Das Auto als Reisemittel stellte sich als ideal heraus, wenn man spontan, individuell und unabhängig unterwegs sein will. Aber auch Bahn, Bus und Schiff (beliebte Flusskreuzfahrten) haben Vorteile, wenn z.B. Single und ältere Menschen verreisen und alles durch den Anbieter bereits gut durchorganisiert wurde. Der Flug ist dann das erste Mittel der Wahl, wenn das Reiseziel in weiter Ferne liegt. Bei bestimmten Fragestellungen kann das Internet oder Smartphone, z.B. Webseiten vom Europäischen Zentrum für Verbraucherschutz, hilfreich sein.

Gestärkt vom gemeinsamen Mittagessen informierte Angelika Wollgarten in ihrem Beitrag darüber, was auf jeder Reise unbedingt mitgeführt werden sollte, unterstützt von den Teilnehmerinnen, die ihre Reiseerfahrungen mit einbrachten. Unterbrochen von weiteren Bewegungseinheiten in Form von Tänzen ging es ans Koffer packen mit System. Hannelore Täufer und Angelika Wollgarten inspirierten mit ihren mitgeführten gepackten Koffern, wie übersichtlich, knitterfrei und mit System der Kofferinhalt angeordnet sein kann.

Zum Abschluss blieb Zeit, die vergangenen beiden Seminartage Revue passieren zu lassen. Die Teilnehmerinnen zogen ein durchweg positives Fazit und nahmen zahlreiche Anregungen für ihre eigenen Wege und Reisen mit nach Hause.

Bereichert durch neue Erkenntnisse, schöne Begegnungen und viele praktische Tipps verabschiedeten sich die Teilnehmerinnen mit guten Wünschen für eine sichere Heimreise und in der Vorfreude auf ein Wiedersehen.

Hannelore Täufer (1.Seminartag)
Angelika Wollgarten (2. Seminartag)

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