Vom Mützchen bis zum Tintenfisch: Wie die Strick-Omas Frühchen begleiten
Die 2009 gegründete Gruppe die „Strick-Omas“ aus Bayreuth ist auch in ihrem 17. Jahr voll bei der Sache. Gründerin Ingrid Röhrich besprach mit der damaligen Stationsleitung, welche Modelle und Größen für die Frühchen am geeignetsten sind. 2017 fragte die Stationsleiterin an, ob auch Tintenfische hergestellt werden könnten. Die Tentakeln täuschen die Nabelschnur vor, was unruhige Frühchen beruhigt. Am Weltfrühchentag 2021 erreichte die Gruppe eine weitere Anfrage von der Frühchenstation nach Decken, welche seitdem auch zum Repertoire gehören.
Die Mützen, Socken, Handschuhe und Decken werden aus Sockenwolle mit 75 Prozent Schurwollanteil hergestellt, da dieses Material nicht nur wärmt, sondern auch feuchtigkeitsregulierend ist. Die Tintenfische werden aus merzerisiertem Baumwollgarn gefertigt, da die Tentakeln keine Fasern verlieren dürfen.
Neben drei Einzelmitgliedern des Deutschen Evangelischen Frauenbundes stricken über 30 Damen, sowohl Bayreutherinnen aus der Stadt und dem Landkreis, als auch zwei Externe aus Ansbach und Hochstadt für die Frühchen des Klinikums Bayreuth. Gestrickt wird zu Hause, die regelmäßigen Treffen dienen dem Informationsaustausch und dem Tausch von (gespendeter) Wolle gegen fertige Sachen.
Bedingt durch das Schneechaos und Stillstand des ÖPNV konnten am 29. Januar 2026 nur sechs Frauen die Werke der Gruppe an Schwester Claudia Hutzler, stellvertretende Leiterin der Station 44, übergeben. Innerhalb der letzten 12 Monate wurden 95 Garnituren (bestehend aus Mütze, Socken und Handschuhen), 305 Socken-Mützen-Kombinationen, 184 Tintenfische sowie 152 Decken im Wert von 4350 Euro (reiner Materialwert) für die Frühchen hergestellt.
Ein herzlicher Dank gilt allen großzügigen Spenderinnen und Spender, da die Strickinitiative immer wieder Nachschub an Sockenwolle benötigt. Es dürfen auch gerne kleine Restchen ab 10 Gramm sein. Spenden können bei Kerstin Mattes abgegeben werden (Telefonnummer 0921 2305606).
Ein weiterer Dank geht auch an die engagierten Strickerinnen, durch deren ehrenamtliche und unbezahlbare Arbeit diese Übergabe ermöglicht wurde!
Kerstin Mattes
Im Bild: Sechs Vertreterinnen der „Strick-Omas" bei der Übergabe an Schwester Claudia Hutzler (3. v.l.). Die neue Leitung seit 2024 ist DEF-Mitglied Kerstin Mattes (ganz links).
