Das Rosenwunder von Neuendettelsau
Die Diskussion über das Thema „Heimat und die Eine Welt“ des DEF auf seiner Landesverbandstagung in Neuendettelsau erhielt noch eine ebenso unerwartete wie wunderbare Zugabe. Aus dem Publikum heraus erhoben sich Ariyamala und ihre Tochter Soanli und legten einen Kreis aus Rosenblüten, den sie betraten. Von dort aus trug das Mädchen mutig allen im Saal ein Gedicht von G.Klonk vor, das genau den Begriff „Heimat“ zum Thema hatte:
„Die Heimat ist dein eigener Raum
Du kannst ihn eifrig mitgestalten
Ob Blume, Wiese oder Baum
Du sollst sie alle wohl erhalten.
Doch wahre Heimat
Hier auf Erden
Sind Menschen
Die dir Heimat werden.“
Die Mutter sprach im Anschluss einige sehr persönliche und von eigenem Erleben getragene Gedanken über Heimat aus, das ihr „persönliches Lieblings- und Lebensthema“ sei: „Ariyamala, geboren und aufgewachsen in Südindien, über die Kindernothilfe zur Adoption nach Deggendorf entsandt, in mehreren Städten Deutschland sozialisiert worden. Im Erwachsenenalter mit eigener Familie in Äthiopien und Kirgistan gelebt, derzeit lebend in Nürnberg, beruflich verbunden mit der Diakonie Neuendettelsau. Das ist ein langer und immer noch spannender Weg.
Verbundenheit bedeutet Heimat. So entstand spontan ein Kreis aus frisch gepflückten Rosenblüten, typisch indisch und doch auch symbolisch für die eine Heimat mit vielen Facetten und Aspekten, für mit allen Sinnen begreifen, besinnlich das Miteinander pflegen, wertfrei und offen sich begegnen, für authentisch bei sich bleiben und das Gegenüber willkommen heißen.“

