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Bildung und Kultur am Bodensee

Ortsverband: Ansbach |

Frühjahrstudienfahrt des DEF Ansbach

Die Studienfahrt macht die Bodenseeregion in ihrer historischen kulturellen Bedeutung begreiflich.

Die Führung durch die Wallfahrtskirche Birnau bei Nußdorf ist dem Barock gewidmet. Sie wurde Mitte des 18. Jahrhunderts im Auftrag des Reichsklosters Salem errichtet. Erstmals in der Karolingerzeit erwähnt hat Birnau eine lange Tradition als Pilgerstätte. Im immer wieder erweiterten und umgestalteten, auch von Krieg und Ruin betroffenen Vorgängerbau verehrte man eine wundertätige Marienstatue. Diese wurde von den Salemern in den prächtigen Neubau an anderer Stelle transferiert, gegen den Willen der Bevölkerung. Der Barockbau der Kirche zeigt eine bezugsreiche Marienikonographie. Gemälde und Deckenfresci weisen auf das verehrte Gnadenbild hin. Durch die Mutteranlage Salem finden sich auch zahlreiche Verknüpfungen mit dem Zisterzienserorden. Am Altar für den großen Zisterzienserheiligen Bernhard von Clairvaux findet sich auch nebenbei die beliebte Puttofigur des "Honigschleckers".

Salem, bekannt durch das frühere Eliteinternat im Schloss, war eine bedeutende Abtei des Reiches und der Zisterzienser. Der Grundbesitz erstreckte sich bis zum Bodensee, man bot Reichsstädten wie Überlingen machtpolitisch Paroli. Die Klosterkirche der ausgedehnten Baulichkeiten ist im Rokoko entstanden, jedoch klassizistisch überarbeitet worden.

Konstanz lag verkehrsgünstig an den oberdeutschen Routen am Bodensee hinein zu den Bündner Alpenpässen und hinaus nach Schwaben und weiter. Der Name zeigt es an, es war bereits eine Römerstadt (Römische Baureste auf dem Münsterplatz).

Im Mittelalter war Konstanz Freie Reichsstadt. Verbunden ist sein Name vor allem mit dem Konzil von Konstanz 1410-1414, auf dem der tschechische Reformator Jan Hus als Ketzer verurteilt und verbrannt wurde. Das Konzilsgebäude ist zu sehen und zeigte vor zwei Jahren zum 600-jährigen Jahrtag dessen eine große Ausstellung über Hus und die nachfolgende hussitische Bewegung. Hus ist auch als Vorläufer von Martin Luther zu sehen, der hundert Jahre später die Reformation unter welthistorisch viel günstigeren Verhältnissen begann. Die Zukunft wird der Stadt auch durch die vielen jungen Leute der Universität gesichert, die in der großen Bildungstradition der gesamten Bodenseeregion steht.

Zum Stadtgebiet von Konstanz zählt auch die als Blumeninsel bekanntgewordene Mainau, ein Kleinod im See. Einstmals war sie ein Besitz des Deutschen Ordens, wovon das Schloss und die Marienkirche zeugen. Die Mainau ist übrigens auch Sitz und Endpunkt der Lindauer Nobelpreisträgertagungen.

Die Studienreise des DEF Ansbach dauert vier Tage, vom 28. April bis 1. Mai 2016. Auskünfte und Anmeldung bei Gerda Wehnert (Tel. 0981/3916).

Bild: Insel Mainau im Bodensee, Rizzo, CC BY-SA 3.0

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