Besuch in den "Wohnheimen Frühlingsstraße" in Fürth

Soziale Einrichtungen

„Es könnten unsere Töchter sein“ (Dr. Elisabeth Meyer-Spreckels)

 

Die diesjährige Studienfahrt des OV Altdorf führte die Teilnehmerinnen nach Fürth. Interessiert folgten alle den Ausführungen des Heimleiters Rainer Popp und seiner Mitarbeiterin Frau Rauch.

Unter der Federführung von Dr. Elisabeth Meyer-Spreckels wurde in den 50er Jahren das „Wohnheim für arbeitsentwöhnte Mädchen in truppenbesetzten Gebieten zum Zwecke der Resozialisierung“ geplant. Seit 1958 ist der Freundeskreis Fürth e.V. des Deutschen Evangelischen Frauenbundes, Landesverband Bayern Träger dieser Einrichtung. Aufnahme finden heute Mädchen und junge Frauen, die allein mit ihrer Lebenssituation und unterschiedlichsten Problemen nicht zurechtkommen. Augenblicklich bietet das Haus 55 Plätze für Mütter und Kinder bis max. 3 Jahre an.

Kinderkrippe und Kindergarten ermöglichen den jungen Müttern, einen Schulabschluss nachzuholen oder eine Ausbildung zu beginnen. Auch Anleitungen zur Säuglingspflege und Kindererziehung werden angeboten. Zunehmend wird für psychisch kranke Mütter der Kontakt zur Tagesklinik in der Psychiatrie benötigt und genutzt. Auch Asylbewerberinnen mit kleinen Kindern werden seit einiger Zeit vermehrt aufgenommen. Nicht immer funktioniert die Integration reibungslos.  

Meist beträgt die Aufenthaltsdauer der jungen Frauen 2 bis 3 Jahre. Allzu oft können sie jedoch dann nicht in eine eigene Wohnung umziehen, weil es an günstigem Wohnraum fehlt.

60 Mitarbeiter und einige ehrenamtliche Helfer engagieren sich für ihre Schützlinge. Immer wieder werden neue Mitarbeiter über die Jahrespraktika der Fachhochschule gewonnen. Erfreulicherweise gibt es wenig Wechsel in der Mitarbeiterschaft.

Mit den Spenden der Vereinsmitglieder und Ortsvereine des DEF können den Bewohnerinnen Ausflüge, kleine Feste und Geschenke ermöglicht werden.

Tief beeindruckt von den bewegenden Ausführungen und der großen Gastfreundschaft schloss sich für die Besucher ein Spaziergang durch den sommerlich erblühten Fürther Stadtpark an. In der Auferstehungskirche folgte eine Andacht bevor ein Abendessen in einem Gasthof im Knoblauchsland diesen Tag beschloss.