Mieterstrom - die "Energiesteckdose" in der eigenen Wohnung

Verbraucherbildung

Mieterstrom und Stecker-Photovoltaik-Geräte

Beim Mieterstrom handelt es sich um Strom, der zum Beispiel durch eine Solaranlage auf Mietshäusern den Mietern angeboten wird. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern bemängelt, dass für die Mieterstromförderung in Deutschland hohe bürokratische Hürden bestehen. Aus diesen Gründen wird diese vermutlich bisher kaum genutzt und es existieren nur 221 Mieterstrom-Anlagen (Quelle: Bundesnetzagentur, Stand August 2018). Verbraucher können jedoch auch über sogenannte Stecker-Photovoltaik-Geräte ihren Strom selber erzeugen. „Es besteht die Möglichkeit, seinen eigenen Strom aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Das ist ein tolles Erlebnis und leistet einen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz", so die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern.

In einer Mietwohnung sollte unbedingt vor dem Kauf eines Stecker-Photovoltaik-Gerätes die Erlaubnis des Vermieters eingeholt werden. Auch sind eine normgerechte „Energiesteckdose" und ein geeignetes Stromleitungsnetz erforderlich. Und man hat den Anschluss des Gerätes dem örtlichen Netzbetreiber mitzuteilen. Dieser darf ihn nicht verbieten, er kann aber Bedingungen stellen wie beispielsweise den Austausch des Stromzählers. Denn es ist möglich, Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen. In diesem Fall muss eine Registrierung bei der Bundesnetzagentur erfolgen.

Bei Fragen zum Mieterstrom, Stecker-Photovoltaik-Anlagen und zum Energiesparen hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale Bayern weiter. www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Bayern. Die AEH ist ein Mitglied der VZ Bayern.

Bild: VZ Bayern, Thomas Seltmann