Frauen zur Politik ermutigen

100 Jahre Frauenwahlrecht Pressemitteilung

DEF kritisiert geringen Frauenanteil im Landtag

München, 19.Oktober 2018

Presseerklärung

 

Frauen zur Politik ermutigen

DEF kritisiert geringen Frauenanteil im neuen Landtag

 

München – Bayern hat gewählt, aber in den nächsten fünf Jahren werden nur 55 Frauen dem Landtag angehören. Den geringen Frauenanteil von nur 26,8 Prozent im neuen bayerischen Landtag kritisiert der Deutsche Evangelische Frauenbund in Bayern aufs Schärfste. Es beträgt gerade mal ein Viertel und bleibt sogar unter dem Frauenanteil der Wahl von 2013.

„Der sinkende Frauenanteil im Landtag zeigt, dass auch für das passive Wahlrecht von Frauen, nämlich das Recht, zur Wahl zu stehen und gewählt werden zu können, selbst100 Jahre nach seiner Einführung in Deutschland noch Einiges getan werden muss“, so Inge Gehlert, Landesvorsitzende des Deutschen Evangelischen Frauenbundes in Bayern. „Frauen muss noch stärker der Wert ihres Wahlrechts bewusst gemacht werden, dass sie sehr wohl ihre Stimme erheben und etwas ausrichten können,“  so Gehlert weiter.

Der Deutsche Evangelische Frauenbund, Landesverband Bayern hat daher als kommendes Jahresthema „Miteinander reden  - miteinander streiten: Demokratie wagen“ gesetzt. In zahlreichen Veranstaltungen will er Frauen zum politischen Diskurs ermutigen, denn Fraueninteressen müssen auch von Frauen vertreten werden.  Nicht nur im Landtag, Bundestag oder Europäischem Parlament sind Frauen wichtig, sondern auch in Gemeinde- und Stadträten. Ziel muss es sein, dass die künftig zu wählenden Parlamente – sei es in der Kommune, in Bayern, im Bund oder in Europa - ein gerechteres Abbild der Bevölkerung bieten.

Seit 2015 unterstützt daher der DEF das Bündnis „Parité in den Parlamenten“, auch wenn dessen Popularklage in Bayern bisher nicht den gewünschten Erfolg hatte. Aber das aktuelle bayerische Wahlergebnis zeigt, wie wichtig eine paritätische Aufstellung von Wahllisten wäre, damit  Frauen gewählt werden können. „Wie es gehen kann, zeigen die Wahllisten der Grünen und der SPD, die paritätisch aufgestellt sind und so ein noch weiteres Sinken des Frauenanteils im Bayerischen Landtag verhindert haben“, so Gehlert, die weiter fordert: „Alle anderen Parteien müssen an ihrem Verständnis von Frauen und Politik noch arbeiten! Denn wir Frauen, als Teil der Zivilgesellschaft, werden es nicht hinnehmen, wenn Errungenschaften der Demokratie und der Gleichberechtigung in Frage gestellt werden sollten.“

 

Foto: DEF

 

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