"Unsere Gesellschaft darf nicht gespalten werden"

Appell des Präsidiums der bayerischen Landessynode an die Politik

Die Präsidentin der Synode der bayerischen Landeskirche hat mit ihren beiden Vizepräsidenten Dekan Hans Stiegler und Walter Schnell in einer Stellungnahme zur Migrations- und Flüchtlingspolitik an die politisch Verantwortlichen in Bundesregierung, Bund und Ländern und Europa appelliert, rhetorisch abzurüsten, konstruktive Sachpolitik zu leisten und unsere Demokratie zu schützen. "Als Kirche können wir nicht dazu schweigen, wenn Sprachlosigkeit um sich greift, weil die Demokratie das Wort zu ihrer Verteidigung nicht lauter und nicht deutlich genug erhebt."

Im ersten von sechs Punkten warnt die Synode davor, ein Zerbrechen der eben erst gebildeten Bundesregierung in Kauf zu nehmen und spricht von einem Scheitern der demokratischen Parteien. Es werde die Hinwendung zu populistischen und extremistischen Gruppierungen verstärken.

Die politisch Verantwortlichen werden an die Verfassung gemahnt. Deren Grundwerte seien der wesentliche Maßstab allen politschen Redens und Handelns.

"Es gilt, unsere Demokratie zu schützen. Unsere Gesellschaft darf nicht gespalten werden. Die humanitäre Substanz unserer Kultur darf nicht durchlöchert werden."

 

Das gesamte Dokument findet sich im Wortlaut im Sonntagsblatt

https://www.sonntagsblatt.de/artikel/landessynode/kirche/synodalpraesidentin-preidel-kritisiert-politischen-egoismus