"Sternstunde ihres Lebens" - Film über Elisabeth Selbert

1948/49: Der Parlamentarische Rat tagt in Bonn und arbeitet am Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. 

Die Juristin Elisabeth Selbert aus Kassel kämpft für die Aufnahme des Gleichheitsgrundsatzes „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ in das Grundgesetz, und zwar als ein einklagbares Grundrecht. Doch sie trifft auf harte Widerstände. Das Blatt wendet sich erst, als Selbert durch Rundfunkansprachen und zahllose Vorträge in Frauenverbänden den Rückhalt und die Unterstützung der Frauen im Land gewinnt. Waschkörbeweise trifft Post von ihnen beim Parlamentarischen Rat ein, in der sie die Forderung von Elisabeth Selbert unterstützen. Nun kann man(n) nicht mehr so leicht dagegen sein. Und so kam der Artikel 3 Absatz 2 im GG zustande; eine gerechtigkeitsliebende Einzelne und sehr viele Frauen landauf landab haben dies bewegt.  

Zum Tag des Grundgesetzes am 23. Mai erinnerte der DEF München mit einer gut besuchten Filmvorführung an Elisabeth Selberts Leistung. Gezeigt wurde der Film "Sternstunde ihres Lebens" (D 2014) mit Iris Berben in der Hauptrolle. Nach #100 Jahren Frauenwahlrecht fragen wir: Wo stehen die Frauen in Deutschland heute? 

 

 

Bild: Plakat/Kassette