Steine für die Römerbauten - Handwerk und Technik in der Vulkaneifel

Studienfahrt des DEF Bayern

„ Aus dem Innersten der Erde bis in die Weiten des Weltalls“ unter diesem Motto steht die diesjährige Große Studienfahrt des DEF Bayern in die Vulkaneifel.

Die ersten beiden Tage waren Handwerk und Technik durch die Zeiten gewidmet. Im Vulkanpark Informationszentrum in Plaidt erhielten die Teilnehmerinnen einen ersten Einblick in die Geschichte der Vulkaneifel und in den historischen Steinabbau. Basalt und Tuffstein waren bereits von den Römern für den Städtebau geschätzte Baumaterialien. Tuffstein aus dem Römerbergwerk in Meurin war einer der Baustoffe für die Colonia Ara Agrippina, das ist das römische Köln. Die DEF-Frauen konnten sich in Meurin mit den technischen Leistungen im römischen Bergbau bekanntmachen.

Sehr moderne Technik hingegen stand nach der Übernachtung in Bad Neuenahr am zweiten Reisetag auf dem Programm: Das Radioteleskop Effelsberg spannt seinen Spiegel über 100 m Durchmesser auf und ist eine der größten schwenkbaren Anlagen der Welt, seinerzeit 1969-72 in der Erbauung eine von MAN und Krupp bestaunte gewaltige Ingenieurleistung. Radioastronomen der Uni Bonn sowie internationale Wissenschaftler forschen damit Veränderungen im All nach, Pulsaren, Staubwolken, der Entstehung von Sternen. Die Besucherinnen konnten sich im Besucherzentrum, auf Themenwanderwegen (Teleskopweg, Planetenweg) und auf dem Aussichtsplateau ein Bild von den gewaltigen Abmessungen wie der Funktion des Teleskops machen.

Der Nachmittag führte wieder in die vergangenen Zeiten und war der Textilgeschichte gewidmet. Kleidung kam früher nicht mit dem Containerschiff aus Fernost, sondern wurde überwiegend regional hergestellt. Wie das gelingen konnte, wurde im Handweberdorf Rupperath am Spinnrad und Webstuhl gezeigt und erläutert.

Am selben Tag wurde Bad Münstereifel mit einer Stadtführung erkundet. Die Stiftskirche St. Chrysanthus und Daria wurde schon im 9. Jh. als Tochterkirche der berühmten Eifelabtei Prüm gegründet und bezeugt die tiefe Einwurzelung des Christentums in der Eifel. Die Altstadt wird von einer gut erhaltenen Stadtmauer mit 18 Türmen umringt.

Neben der Technik werden auch die Kultur und die Geschichte dieser Vulkanlandschaft in der Mitte Europas eine wichtige Rolle auf der weiteren Fahrt spielen.

Bilder: G.Staudacher