Wer den Pfennig nicht ehrt...

Verbraucherbildung Aus der Praxis

Bargelddiskussion beim DEF Töging

An einem strahlend hellen Frühlingsnachmittag konnte OV-Vorsitzende Anneliese Bagusat 17 Kolleginnen zum Vortrag und Diskussion über das Bargeld und seine mögliche Abschaffung begrüßen. Den Vortrag hielt Dr. Bettina Marquis, die Bildungsreferentin des Landesverbands.

Die Referentin stellte alltägliche Einkaufserfahrungen zur Diskussion. Die Kartenzahlungen nehmen stark zu, zum Beispiel ist das an der Supermarktkasse zu beobachten. Dort können Kundinnen und Kunden nicht nur die Einkäufe bezahlen, sondern die Supermarktkasse funktioniert auch als Bank und man kann dort nicht nur den Einkauf bezahlen sondern gleich Geld abheben. Bankfilialen werden immer rarer und auch die Bankomaten werden weniger. Dennoch ist das Vertrauen zum Bargeld groß und die Bevölkerung möchte nicht auf diese traditionelle Möglichkeit des Bezahlens verzichten.

In Europa wird schon 2500 Jahre lang mit Bargeld gezahlt. Es entwickelte sich in den griechischen Stadtstaaten. Besonders prägend für die im Mittelalter entstandenen europäischen Staaten waren römische Münzen. Oftmals zierten die Fürsten als Kopf- oder Reiterporträt auch die Münzen.  Der Fürst, der Staat bürgte für das Geld und seinen Wert. Erst in unseren Tagen haben wir mit dem Euro den Schutz des Geldes von den Nationalbanken weg der Europäischen Zentralbank anvertraut. Kryptowährungen wie der Bitcoin hingegen haben, obschon sie an der Börse gehandelt werden, überhaupt keine Institution, die für ihren Wert bürgt. Diese Währungen sind rein virtuell, elektronisches Geld, das es nur im Internet gibt. Dennoch bedient sich die Werbung für den Bitcoin, also die Computermünze, eines münzähnlichen Aussehens: Kupferoptik, ein zweifach durchgestrichenes B wie das L des Pound Stirling und das S des Dollars, das E des Euros. Sie möchte profitieren, das Menschen in Jahrhunderten zu ihrem Bargeld aufgebaut haben. Noch ist es nicht abgeschafft.