Wasser - ein unerschöpfliches Thema

Anregungen zum DEF-Jahresthema

„Ohne Wasser kein Leben“ – das ist allen Menschen bekannt und uns kaum der Rede wert. So selbstverständlich ist es uns, Wasser kommt aus dem Hahn und wir haben immer genügend davon, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Dass Wasser in anderen Teilen der Erde knapp ist, dass jeder dritte Mensch auf der Erde kein sauberes Wasser zur Verfügung hat, das wissen wir auch irgendwo. Aber es bleibt weit weg, abstrakt und ohne Folgen für unseren Umgang mit dem kostbaren Lebenselixier.

Aber auch im übertragenen Sinne ist ohne Wasser kein Leben, müssen wir uns im Fluss halten, schwimmen wir mit oder gegen den Strom. Wir Menschen sehen uns als aus Fleisch und Blut, aber wir sind auch Wasserwesen: Es ist der Hauptbestandteil unseres hautumhüllten Körpers. Wenn wir in unserem Leben nicht bekommen können, was uns zu unserer seelischen Entwicklung nötig ist, sprechen wir von „Verdursten“ und „Vertrocknen“.

So lag es nahe, die Losung für das Jahr 2018 aufzugreifen und für unseren Verband nutzbar zu machen: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“ (Offenbarung 21,6)  Die Auslegung der Jahreslosung durch örtliche Pfarrerinnen und Pfarrer ist in vielen Ortsverbänden Tradition.

Aber auch in allen anderen Arbeitsbereichen unseres Verbandes und seiner Töchter AEH und EAM kann es vielfältige Bezüge zum vielschichtigen Thema Wasser geben. Wasser als Lebensmittel – wird es in Plastiksixpacks aus dem Supermarkt nach Hause gekarrt oder kommt es schlicht aus dem Hahn? Wo kommt es denn überhaupt her, unser Trinkwasser? Eine Kontaktaufnahme mit den heimischen Wasserwerken könnte einen Informationsgewinn ergeben und vielleicht eine interessante örtliche Veranstaltung.

Eine Wasser- oder Quellwanderung ist ebenso möglich, wenn eine Gruppe gut genug zu Fuß ist. Sehr beliebt für Studienfahrten im Süden auf Ammer-, Starnberger- oder Chiemsee, aber auch auf der Donau ist das „Schifferlfahren“, das sich prima mit bildenden Besichtigungen und aber auch einer zünftigen Einkehr oder Vesper verbinden lässt. Wasser steigert das Wohlbefinden und der Grad von Erholung nimmt zu, wenn sie mit Bewegung am oder Betrachtung von Wasser verbunden ist. Dass Wasser heilen kann, inwendig und in äußerer Anwendung, ist eine bekannte Tatsache, die sich auch gut thematisieren lässt. Und fahren wir nicht besonders gerne ans Wasser in den Urlaub? Warum nicht einmal über Wassererfahrungen in den Ferien und ihren Wandel sprechen?

Oder wie wäre es mit einem Brunnenfest? Einen am besten sommerlichen Nachmittag gestalten an einem Brunnen Ihrer Heimat, an dem Sie mit Hilfe der Stadtwerke einen Trinkwasserausschank genauso machen können wie einen Open Air Vortrag über selbigen Brunnen und andere der Stadt. Oder einen Informationsstand aufbauen und Passantinnen informieren über das Thema Wasser und Umwelt. Wenn das Wetter es nicht erlauben sollte, kann man so eine Veranstaltung natürlich auch inhouse in dem gewohnten Saal veranstalten und Bildmaterial statt des echten Brunnens verwenden.

Oder auch ein moderiertes Nachdenken über den eigenen Umgang mit Wasser: Wieviel verbraucht ein erwachsener Mensch im Schnitt? Wie sieht es mit der Verschmutzung aus? Was heißt nicht nur sparsames, sondern umweltbewusstes Waschen und Reinigen?

Wasser und Kommunikation ist ebenfalls ein sprichwörtlich unerschöpfliches Thema, es lässt sich kulturhistorisch ebenso aufbereiten wie digital. Wenn Sie wieder eine Teamsitzung haben, werden Sie sicher auf eine größere Menge an Einfällen zu diesem herrlich wandelbaren Thema kommen. Gerne können Sie auch mit der Bildungsreferentin etwas ausmachen, wie man einen Beitrag zum Thema Wasser bei Ihnen gestalten könnte. Es kann sein, dass das Thema Wasser uns noch etwas länger begleitet.