Ein doppelter Medienort - Mitgliederversammlung der EAM in Fürth

Verbraucherbildung

Tagen an einem Medienort – sehr passend für die Evangelische Arbeitsgemeinschaft Medien! Gemäß den erweiterten Zielsetzungen der EAM, Frauen insbesondere auch mit den digitalen Medien vertraut zu machen, fand die Mitgliederversammlung in den Räumen des Instituts für Lerninnovation der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen in Fürth statt. Die dort konzipierten LernHaus- und EHLSSA-Kurse<s>,</s>  werden als E-Learning-Kurse auch von der EAM<s> </s>angeboten. Seit 2015 werden jedes Jahr Einsteiger- und Aufbaukurse unter der fachkundigen Leitung von Luitgard Herrmann und Lilo Wendler durchgeführt. Neu im Programm waren 2017 die beiden Kurse „Gesundheit und Wohlbefinden“ und „Kultur in Europa“.

Die EAM wird zunehmend Kurse für und mit Tablets direkt und vor Ort anbieten können, denn der DEF-Landesverband hat zehn Tablets und sechs SIM-Karten angeschafft. Für diese Zwecke wird aktuell auch der Saal des Hauses am Kufsteiner Platz in München neu renoviert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

In ihrem Vorstandsbericht konnte Sabine Jörk auf zahlreiche Leistungen der EAM in ihren vielen Vernetzungen und Gremien hinweisen. Im Fachausschuss Medienpolitik des Bayerischen Landesfrauenrates arbeiten Dietlinde Kunad und Katharina Geiger mit. Nachdem man sich schon auf dem Deutschen Seniorentag in Frankfurt 2015 beteiligt hatte, soll das auch im nächsten Jahr wieder der Fall sein. 2015 fanden auch bayernweite Regionalkonferenzen für mehr Teilhabe „Ältere Menschen in der Mediengesellschaft“ statt.<s> </s>

Katharina Geiger ist erneut in den Vorstand der Evangelischen Frauen in Bayern gewählt worden, und kann ihre Arbeit als Medienrätin fortsetzen. In der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien BLM ist sie zur stellvertretenden Vorsitzenden des Medienrats gewählt worden. Wie schon 2015 und 2016 werden die Evangelischen Frauen in Bayern auch in diesem Jahr eine Medientagung in der BLM abhalten können. Am 22. November wird zum Thema „Alles Werbung oder was?“ nach München eingeladen.  Gut besucht sind auch stets die Rundfunktagungen der EFB im Bayerischen Rundfunk in München.

Die EAM-Vorsitzende Sabine Jörk ist im Projektbeirat Digitalkompass für den DEF-Bundesverband tätig. Als Expertin stellte sie Material für die Downloadsektion des Projekts zusammen und führte im DEF mehrere „Digital-Stammtische“ zu den Themen Onlinebanking sowie Urheberrecht durch. Außerdem ist die EAM Mitglied in der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur GMK, die seit neuestem auch wieder eine eigene bayerische Regionalgruppe aufweist. Diese lädt am 8. November 2017 im Nürnberger Medienzentrum Parabol zu einem Vortrag über „Information gegen Publizität“ ein.

                                                                                                                          

Gut besuchte Kooperationsveranstaltungen zu aktuellen Themen fanden auch mit der Akademie für politische Bildung in Tutzing in Bayreuth statt und werden fortgeführt: Nächstes Jahr trägt die Tagung den Titel „Leben Smombies gefährlich? – Chancen und Risiken von mobilen Medien“

Die EAM bot im DEF-Bundesverband durch die stellvertretende EAM-Vorsitzende Luitgard Herrmann und Lilo Wendler Tablet- und Smartphone-Kurse an, auch eine Tagung in Kooperation mit der Evangelischen Medienzentrale in Nürnberg. Erstmals beteiligten sich DEF-Bundes- und Landesverband und EAM auch an der Seniorenmesse Die 66 in München. Neben Tabletschulungsangeboten am Stand fand ein viel beachteter Vortrag von Sabine Jörk im Messeprogramm statt.

Ein Medienstandort ist Fürth jedoch nicht nur wegen der Technischen Universitätsinstitute, sondern weil hier der erste Produktionsstandort von Grundig war. Im ehemaligen Verwaltungsgebäude befindet sich jetzt das städtische Rundfunkmuseum Fürth, das die EAM-Mitglieder nach der Mitgliederversammlung besichtigten. Dort konnte man Mediengeschichte höchst anschaulich erleben, von den Anfängen des Radios an. Auch Max Grundigs erstes Ladengeschäft in der Fürther Sternstraße war nachempfunden, und die Entwicklung seiner Firma von Weltrang zog sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Massenmedien des 20. Jahrhunderts. Für die Teilnehmerinnen war es faszinierend zu erleben, wie sehr die Geräte in den eigenen Alltag Eingang gefunden haben, wie viel kollektive Geschichte sich mit Medien verbunden hat und sich auch im eigenen Leben wiederfindet.